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Audi grandsphere concept - Erstklassig in die Zukunft

Der Privatjet für die Straße – Auf der IAA 2021 präsentiert Audi die Audi grandsphere concept study. Wie ein First Class Flug verbindet die 5,35 m lange Grandsphere Limousine den Luxus des Privatreisens in höchstem Komfort mit einem umfassenden Onboard-Erlebnis-Angebot.

Zuletzt aktualisiert 15.07.202613 Min. Lesezeit
Audi grandsphere concept

Audi grandsphere concept

Das automatisierte Fahren der Stufe 4 ermöglicht neue Dimensionen der Freiheit: In diesem Modus verwandelt sich der Innenraum in einen geräumigen Erlebnisbereich ohne Lenkrad, Pedale oder Displays. Und die Vordersitze werden zu einer erstklassigen Lounge mit maximalem Platz, freieren Ausblicken und Zugang zu allen Funktionen eines ganzheitlichen digitalen Ökosystems, in das der Audi grandsphere integriert ist.

Als zweites von drei Konzeptfahrzeugen der Marke mit den Vier Ringen hat der Audi grandsphere einen besonderen Platz. Denn die darin montierten Technologien und Designmerkmale werden in wenigen Jahren wieder in der künftigen Audi-Baureihe auftauchen. Das Audi grandsphere concept verdeutlicht den Anspruch der Marke, zum Trendsetter an der Spitze der Automobilindustrie für den technologischen Wandel und völlig neue, ganzheitliche Mobilitätsangebote zu werden.

Der elektrisch angetriebene Roadster Audi skysphere concept debütierte im August 2021 – es war eine spektakuläre Vision eines automatisch fahrenden GT, der sich in einen selbstfahrenden Sportwagen mit variablem Radstand verwandelt. Diese beiden Concept Cars – sowie der Audi urbansphere, der 2022 als dritter Teil des Trios erscheinen wird – sind durch ihr Gesamtkonzept verbunden, das sich aus ihrer Fähigkeit ableitet, automatisch auf Level 4 zu fahren.

Level 4: Er verwandelt nicht nur den Innenraum des traditionellen fahrerorientierten Cockpits und der Beifahrersitze in eine geräumige Lounge, sobald Lenkrad und Pedale reduziert werden. Gleichzeitig eröffnet er allen Fahrgästen neue Freiheitsgrade. Denn der Audi grandsphere befreit den Fahrer nicht nur von den Aufgaben des Fahrens, wann immer es möglich ist, sondern bietet gleichzeitig auch jedem an Bord eine Vielzahl von Möglichkeiten, diese Freiheit für individuell variable Erlebnisse zu nutzen: Kommunikation oder Entspannung, Arbeit oder Rückzug in eine private Sphäre wie gewünscht. Das Audi grandsphere concept verwandelt sich vom reinen Automobil in ein „Erlebnisgerät.

Dank eigener Services und der Möglichkeit, digitale Services zu integrieren, sind die Möglichkeiten nahezu endlos. Sie können auf eine Vielzahl von Servicemöglichkeiten im Zusammenhang mit der aktuellen Reise zugreifen – wie die Gestaltung einer spektakulären Panoramaroute, aber auch Restaurant- oder Hoteloptionen. Das Fahrzeug kümmert sich auch um alltägliche Aufgaben, die über die Fahrt selbst hinausgehen. So holt das autonome Audi grandsphere concept seine Passagiere mit Informationen über ihr aktuelles Ziel ab und übernimmt selbstständig Parken und Laden.

Auch individuelle Infotainment-Optionen sind verfügbar, wie z.B. die nahtlose Integration von Onboard-Streaming von Musik- und Videoanbietern, die bisher genutzt wurden. In einem zusätzlichen Schritt hält Audi künftig personalisierte und exklusive Optionen bereit – Konzerte, Kulturveranstaltungen oder auch Sportveranstaltungen, zu denen Kunden eingeladen werden.

Das Audi grandsphere concept verdeutlicht den Anspruch der Marke, den progressiven Luxus der Zukunft zu definieren: Dazu gehören für Audi die Option neuer, hochklassiger Erlebnisse, ermöglicht durch die Digitalisierung, sowie ein ganzheitlicher Nachhaltigkeitsansatz mit dem Ziel der CO2-Neutralität in naher Zukunft entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

Erste Klasse für die Zukunft mal drei

Audi skysphere, Audi grandsphere und Audi urbansphere sind die drei Concept Cars, mit denen die Marke mit den Vier Ringen ihre Vision von progressivem Luxus präsentiert. Audi schafft dabei ein Fahrzeugerlebnis, das weit über den Zweck hinausgeht, nur Zeit im Auto zu verbringen, um von Punkt A nach Punkt B zu gelangen, und sogar weit über das Fahrerlebnis hinausgeht.

Diese Concept Cars zeichnen sich durch ein neues Design aus, das letztlich den Innenraum, den Fahrgastraum, als Zentrum des Fahrzeugs neu erfindet und das Passagiererlebnis nicht mehr den Anforderungen der Technologie unterordnet, was sich in der variablen Gestaltung des Innenraums, dem Verschwinden der Steuerung und der schieren Weite der Kabine widerspiegelt und sie mit neuen Serviceangeboten verknüpft.

Der Designprozess – von innen nach außen

Selbst die „Sphäre im Namen sendet ein Signal: Das Herzstück der Audi Skysphere, Grandsphere und Urbansphere Concept Vehicles ist immer der Innenraum. Antriebssystem und Handling stehen bei dieser neuen Generation von Autos nicht mehr ganz oben auf der Designvorgabe. Stattdessen geht es um den Innenraum, den Wohn- und Erlebnisbereich der Insassen auf Reisen. Ihre Bedürfnisse und Wünsche prägen den Raum, die Architektur und die Funktionen. Mit dieser Neubewertung verändert sich der Designprozess selbst. Am Anfang aller Diskussionen steht der Innenraum und sein Design im Mittelpunkt. Erst danach gestalten wir das Paket, die Außenlinien und die Proportionen, die das Auto zu einem Gesamtkunstwerk formen, zusammen mit den technologischen Räumlichkeiten.

Raum, Form, Funktion – das Innere

Audi grandsphere doors

Audi Grandsphere Türen

Die Türen des Audi grandsphere concept sind umgekehrt, sowohl vorne als auch hinten; es gibt keine B-Säule. Die gesamte Welt des Innenraums öffnet sich den Passagieren, sobald sie hineinklettern. Doch schon vorher hat der Audi grandsphere seine Passagiere mit einer Wegidentifikation identifiziert – eine innovative Funktion – die die Türen öffnet und sie mit individuell inszenierten Displays und Umgebungslicht empfängt. Die Fahrer- und Beifahrerpositionen werden automatisch erkannt und eine Reihe von persönlichen Komfortfunktionen – wie die Klimaeinstellungen und die Sitze – werden für die einzelnen Sitze angepasst. Gleichzeitig greift das Infotainmentsystem auf die zuletzt genutzten Dienste der Passagiere zu und nimmt diese nahtlos im Auto wieder auf. So wird beispielsweise ein Video, das ein Passagier auf einem Tablet gestreamt hat, automatisch über die Anzeigefläche im Audi grandsphere abgespielt. Auf der Fahrerseite hingegen nimmt die Projektionsfläche automatisch die Nachrichten auf, die der Insasse vor dem Einsteigen gelesen hat.

Im Innenraum sind die Linien auf den dekorativen Flächen und Funktionselementen nachdrücklich horizontal. Der offene, breite Innenraum unterstützt den Eindruck eines einzigartigen Raumes und das Fehlen eines Lenkrads, Pedale oder herkömmliches Armaturenbrett schaffen ein Gefühl von Offenheit und Breite.

Die großen Glasflächen, die weitläufige Windschutzscheibe und die transparente Decke unterstreichen dieses Gefühl ebenfalls. Das gleiche gilt für die besondere Geometrie der Seitenfenster: Ihre obere Hälfte ist deutlich abgewinkelt – der breiteste Teil liegt knapp über Augenhöhe. Ein Trick, den Audi 2017 erstmals mit seinem futuristischen AI:CON Concept Car demonstrierte und der nun in die Serienproduktion geht.

Der Wandel in der Komfortzone ist radikal: Befindet sich der Chefsitz in einer herkömmlichen Limousine hinten, ist die erste Klasse nun in die vordere Reihe vorgeschoben. Denn er ist nicht mehr unbedingt der Fahrfunktion und den Bedienelementen untergeordnet. In der Fahrebene 4 verschwinden Lenkrad und Pedale und der vordere Bereich der Kabine wird in seiner ganzen Breite zu einem tatsächlichen Freiraum mit perfektem Blick durch die großen Front- und Seitenfenster sowie maximalen Bewegungsmöglichkeiten.

Audi grandsphere doors

Audi Grandsphere Türen

Besonders breit erscheint der Innenraum, wenn die beiden einzelnen Vordersitze ganz nach hinten geschoben werden. Der Audi grandsphere ist ein 2+2-Sitzer. Eine gepolsterte Zwei-Personen-Bank mit seitlich umlaufender Armlehne ist als Sitzmöglichkeit im Rücken integriert, während beide Vordersitze für erstklassigen Komfort und Platz ausgelegt sind.

Die Sitzflächen und Rückenlehnen der beiden Sitze mit integrierten Gurten sind optisch getrennt. Die Seitenwangen der Sitzlehnen sind diskret gebogen, wodurch eine Abstützung beim Durchfahren von Kurven gewährleistet ist. Die möglichen Sitzpositionen sind für jeden Einsatz optimiert: In der aufrechten Position kann der Audi grandsphere perfekt ergonomisch gesteuert werden – wie gewünscht und außerhalb der Zonen der Ebene 4. Mit dem um 40 Grad geneigten Rücken können sich die Passagiere entspannen und das Infotainmentsystem nutzen. Schließlich, wenn der Rücken auf 60 Grad ausgeklappt ist, erreicht er eine perfekte Ruheposition. Die Kopfstütze kann um 15 Grad nach vorne gebogen werden. In diesen Bereich sind Auslässe für gefilterte und temperaturgesteuerte Luft – auch nach Wunsch duftend – sowie Lautsprecher integriert, die für andere Passagiere unhörbar sind und eine private Gehörzone ermöglichen.

Audi grandsphere concept

Audi grandsphere concept

Zwischen den Vordersitzen – normalerweise unter metallischer Verkleidung verborgen – befindet sich ein kompakter, an Bord befindlicher Kühler mit zwei Gläsern und einer gestalteten, eleganten Flasche für Softdrinks – ein weiteres Zeichen für den erstklassigen Anspruch des Audi grandsphere concept.

Keine Beschläge, keine Bildschirme: Displays und Bedienung

Eine Überraschung beim Umschauen im naturfarbenen, reduziert gestalteten Innenraum der Audi grandsphere: Weder Batterien von Zifferblattinstrumenten noch schwarze Bildschirme für virtuelle Displaykonzepte sind vor dem Aktivieren der Fahrfunktionen sichtbar – die oft zitierte digitale Entgiftung vom Feinsten.

Stattdessen gibt es klar artikulierte und ruhige Bereiche mit Materialien höchster Qualität. Holz und Wolle, synthetische Textilstoffe und Metall sind sichtbar und angenehm zu berühren wie Wandverkleidung, Sitzbezug und Teppich. Viele dieser Materialien, wie die Hainbalkenfurniere, stammen aus nachhaltigem Anbau oder werden aus recycelten Rohstoffen hergestellt. In der Audi grandsphere gibt es kein Leder – auch das entspricht einem fortschrittlichen Luxusverständnis, das immer untrennbar mit Nachhaltigkeit verbunden ist.

Audi grandsphere concept

Audi grandsphere concept

Eine weitere Überraschung, wenn das Fahrzeug mit der Fingerspitze zum Leben erweckt wird: Es gibt Displays – allerdings in Form von Vorsprüngen auf den Holzflächen unter der Windschutzscheibe. Je nach Fahrzustand – ob manuell mit Lenkrad oder Ebene 4 – sind diese entweder über die gesamte Breite des Innenraums verteilt oder für Fahrer und Beifahrer segmentiert. Alle Informationen, die während der Fahrt notwendig sind, sind in hoher Auflösung und präzise lesbar vorhanden.

Alternativ können die Projektionsflächen auch – im automatisierten Fahrmodus – als CinemaScope-Bildschirme für Infotainment-Inhalte oder auch als Bildschirme für Videokonferenzen genutzt werden. Zusätzlich ist unter den Projektionsflächen eine Sensorleiste integriert, um schnell zwischen Inhalten – etwa für Musik oder Navigation – umzuschalten. Sie zeigt alle Funktionen und Anwendungen, die im Auto aktiv sind. Icons blinken für die verschiedenen Menüs.

Ein besonderes, äußerst innovatives Bedienelement befindet sich in der Nähe des Türausschnitts an der Innenverkleidung: die MMI-Berührungslosigkeit. Sitzt der Fahrer in der aktiven Position hinter dem Lenkrad, weit nach vorne im Innenraum, kann er mit dieser Steuerung haptisch verschiedene Funktionsmenüs über einen Drehring und Tasten auswählen und durch die verschiedenen Ebenen klicken. Eine einfache, intuitive Bedienung.

Wenn der Fahrer hingegen während der Fahrt mit der Ebene 4 den Sitz weit nach hinten neigt, muss er auf diese Komfortartikel nicht verzichten. Denn dann kommt eine Kombination aus Eyetracking und Gestensteuerung zum Einsatz. Ein auf das Auge gerichteter Sensor erkennt die Sichtlinie, wenn das Steuergerät eingelegt werden soll. Und der Passagier braucht nur analoge Handbewegungen – ohne sich zu beugen – durchzuführen, die der haptischen Bedienung ähnlich sind und das System so auch nutzen können – ohne etwas zu berühren.

Ob Eyetracking, Gesten- oder Sprachsteuerung, handschriftliche Eingabe oder Berührung, für alle Bedienmodi gilt das Gleiche: Der Audi grandsphere concept passt sich dem einzelnen Nutzer an und lernt seine Vorlieben und häufig verwendeten Menüs – und kann auf dieser Basis nicht nur sinnvoll rudimentäre Befehle vervollständigen, sondern auch persönliche Vorschläge direkt an den Nutzer richten.

Bedienfelder sind sogar in die Armlehnen an den Türen integriert. So bietet das Auto den Fahrgästen immer unsichtbare Berührungsflächen mit einer optischen Anzeige, um ihre Position anzuzeigen. Gleichzeitig gibt es in den Armlehnen an der linken und rechten Tür eine VR-Brille, die in Verbindung mit Infotainment-Optionen verwendet werden kann – zum Beispiel für das Holorid-System.

Dynamischer Monolith – das Exterieurdesign

Mit 5,35 m (17,6 ft) lang, 2 m (6,6 ft) breit und 1,39 m (4,6 ft) hoch, zeigt der Audi grandsphere concept diese Limousine als ein eindeutiges Beispiel für das Luxusklasse-Automobil. Der Radstand von 3,19 m (10,5 ft) zeigt den Spitzenwert an, der sogar die lange Version des aktuellen Audi A8 überschattet. Aber noch auffälliger als das, was diese Zahlen vorschlagen, ist der visuelle Eindruck, den er beim ersten Mal macht. Das ist, weil der Audi grandsphere nichts wie eine traditionelle Limousine aussieht, sondern eher wie ein eng gezogener viertüriger GT mit einer Linie, die direkt aus dem Windkanal kommt. Und das ohne Dekor oder überflüssige Blüten.

Dabei setzt der Audi grandsphere konsequent die spezifischen Bedingungen des elektrischen Antriebssystems direkt im vorderen Ende um – einen kurzen Überhang, eine flache Haube und die Windschutzscheibe, die weit nach vorne als vorderste Grenze des großen Innenraums vorsteht. Im Gegensatz zu vielen Elektroautos sieht sie jedoch überhaupt nicht futuristisch aus, sondern betont traditionelle Schönheitsideale. Die obere Kante der Haube ist in einer horizontalen Linie weit in die Seite des Chassis gezogen, was auf einen langen Motorraum hindeutet – alles Eigenschaften eines GT. Im Heck geht diese Linie auf gleicher Höhe über das Hinterrad gut, umfasst die gesamte Kabine und betont ihre Größe.

Eine zweite horizontale Linie geht von der unteren Kante der Haube aus und verläuft unter den Seitenfenstern und ebenfalls um die gesamte Kabine. Diese unterteilt die Türflächen in horizontal ausgerichtete Schultern und die konvexen Vertikalen darunter über der Wippe. Die Radkästen haben eine weiche, aber unverwechselbare Form – typisch Audi. Das schlanke Heck hinter der massiven C-Säule ist ein Zitat aus der traditionellen Stromlinienführung. Und der dynamisch geneigte Bogen der Dachlinie zeigt die Grandsphere als Teil der Audi Sportback Tradition. Alle Linien und alle Oberflächen scheinen organisch zu korrelieren und sich zu einem monolithischen Körper zu verbinden.

Mit 23 Zoll zitieren die Räder des Audi grandsphere concept eine Ikone der 1990er Jahre – den Audi Avus. Gleichzeitig signalisieren die sechs Doppelspeichen Lichtkonstruktion und Stabilität und erinnern an funktionale Motorsporträder und die Bauhaus-Tradition im Markendesign.

Sichtbare Technik – Licht

Im Frontend gibt es eine innovative Interpretation des Singleframe, die den Look von Audi prägt: Er ist wie ein flaches Sechseck geformt. Die Innenflächen hinter einer transparenten Abdeckung werden beim Fahren indirekt von oben beleuchtet – ein markanter, extrem dreidimensional strukturierter visueller Effekt.

Die Scheinwerfereinheiten auf der Oberseite des Singleframe wirken schmal, wie fokussierte Augen. Die Leuchteneinheiten verweisen auf das Markenlogo der Vier Ringe: Sie vergrößern und isolieren den Schnittpunkt zweier Ringe zu einer Pupille – eine neue, unverwechselbare digitale Lichtsignatur. Das bedeutet, dass die Lichtflächen je nach Verkehrssituation entsprechend ihrer Funktion als Tagfahrlicht oder als dynamisch inszenierte Blinker eingestellt werden können und damit ein deutliches Signal im Interesse der Sicherheit geben. Die gleiche Grafik findet sich auch in den hinteren Leuchten – ein weiteres wichtiges Merkmal des Audi light design.

Audi grandsphere concept

Audi grandsphere concept

Antriebssystem und Aufladung

Die Technologieplattform des Audi grandsphere – das sogenannte Premium Platform Electric, oder PPE – ausschließlich für batteriebetriebene elektrische Antriebssysteme konzipiert wurde und daher die volle Nutzung dieser Technologie ermöglicht. PPE ist ein Batteriemodul zwischen den Achsen, das im Grandsphere-Konzept rund 120 kWh Energie hält. Ein flaches Batterielayout ist möglich, weil Audi den gesamten Fahrzeugbestand zwischen den Achsen nutzt.

Zusammen mit den großen Rädern ergeben sich nicht nur aus Designsicht perfekte Grundproportionen. Zu den Kernvorteilen gehören ein langer Innenraum und damit Beinfreiheit in beiden Sitzreihen. Darüber hinaus erhöht das Fehlen einer Getriebeabdeckung und eines Kardantunnels den räumlichen Komfort in Elektroautos.

Dennoch verzichtet der Audi grandsphere nicht auf den für die Marke essentiellen quattro-Antrieb. Denn das Concept Car verfügt über separate Elektromotoren an der Vorder- und Hinterachse, die über eine elektronische Koordination Allradantrieb auf Abruf liefern und eine perfekte Balance zwischen Fahrdynamik und Energieeffizienz erzielen. Die beiden Elektromotoren des Audi grandsphere concept liefern eine Gesamtleistung von 530 kW und ein Drehmoment von 960 Newtonmetern.

Schnelles Laden, hohe Reichweite

Herzstück des Antriebs ist die 800-Volt-Ladetechnik. Wie der Audi e-tron GT davor sorgt diese Technologie dafür, dass die Batterie an Schnellladestationen in kürzester Zeit mit bis zu 270 kW geladen werden kann.

Audi grandsphere concept

Audi grandsphere concept mit Schnellladung

Diese Strategie ermöglicht Ladezeiten, die sich einem Tankstopp für ein Auto mit einem konventionellen Motor nähern. Nur zehn Minuten reichen aus, um die Batterie auf ein Niveau zu laden, das ausreicht, um das Auto mit mehr als 300 Kilometern zu versorgen. In weniger als 25 Minuten können Sie die 120 kWh Batterie von 5 bis 80 Prozent aufladen.

Zusammen mit einer Reichweite von mehr als 750 Kilometern (466 Meilen) – je nach gewähltem Antriebssystem und Leistung – eignet sich der Audi grandsphere concept uneingeschränkt für große Distanzen. Darüber hinaus halten Reichweite und Ladegeschwindigkeit mit denen von Verbrennungsmotoren Schritt und sind damit das perfekte Universalfahrzeug für den Alltag.

In Sachen Dynamik überstrahlt das Audi grandsphere concept – wie es für ein Elektroauto typisch ist – seine Konkurrenten mit Verbrennungsmotoren. Dank des hohen Drehmoments, das ab der ersten Umdrehung zur Verfügung steht, dauert die Beschleunigung von 0-100 km/h (62 mph) etwas mehr als vier Sekunden; die maximale Geschwindigkeit ist im Interesse einer erhöhten Reichweite begrenzt.

Luftfederung und aktive Federung für maximalen Komfort

Die Vorderräder sind über eine Fünflenkerachse verbunden, die speziell für Elektrofahrzeuge optimiert ist. Im Heck gibt es eine Mehrlenkerachse, die wie die Front aus Aluminium besteht. Trotz des langen Radstands bieten die lenkbaren Hinterräder eine hervorragende Manövrierfähigkeit. Die luxuriöse Audi grandsphere concept Tourenlimousine nutzt die Audi Luftfederung – ein Einkammersystem mit adaptiven Dämpfern. Ziemlich gut geeignet für dynamisches Fahren bei Bedarf garantiert sie sanften Komfort ohne spürbare Karosseriebewegungen unter normalen Bedingungen.

Der Grund: Der Audi grandsphere concept hat eine aktive Aufhängung. Das Hightech-System kann über elektromechanische Aktoren separat in Millisekunden an jedem Rad separat nach oben oder unten ziehen. Das ermöglicht es, den Zustand des Fahrwerks in jeder Fahrsituation aktiv zu steuern und damit Nick- und Eintauchen beim Beschleunigen oder Bremsen deutlich zu reduzieren. Dank der Frontkamera, die Unebenheiten erkennt, erfolgen die Einstellungen prädiktiv. Die topografischen Daten des Navigationssystems werden auch dazu genutzt, Kurvenradien, Steigungen und Steigungen in die Projektion des Systems zu integrieren.